Geschichte der Heileurythmie

Die Heileurythmie wurde nach Angaben Rudolf Steiners entwickelt. Zunächst entstand die Eurythmie, die ab 1912 immer mehr Form annahm. Nachdem sich zunehmend die Frage nach einem heilenden Aspekt der Eurythmie stellte, gab Rudolf Steiner 1921 die grundlegenden Angaben zur Heileurythmie. Während einer Tagung für Ärzte, die ihr medizinisches Verständnis um das anthroposophische Menschenbild erweitern wollten, hielt Rudolf Steiner auch Vorträge zur Heileurythmie. Seine Idee war zunächst, dass Ärzte die Ausführenden für die Heileurythmie sein sollten. Dies wurde von den Ärzten nicht aufgegriffen. Bei einigen teilnehmenden Eurythmisten stieß es jedoch auf großes Interesse. So entwickelte sich daraus durch Rudolf Steiner in Zusammenarbeit mit der Ärztin Ita Wegman, anderen Ärzten und Eurythmisten die Heileurythmie.

Die Heileurythmieausbildung erfolgt nach einem 4-5 jährigen Eurythmiestudium. Diese ist entweder berufsbegleitend oder einjährig in Vollzeit mit einem Anerkennungspraktikum von mindestens 6 Monaten.

Heileurythmie wird in folgenden Bereichen angewendet:

– In der Pädagogik zur Prävention und Entwicklungsförderung

– In der Heilpädagogik

– In Kliniken

– In freier Praxis

– Außerdem zur Salutogenese, Prävention und Rehabilitation

Seit 1975 besteht der deutsche Berufsverband für Heileurythmie, in dem sich rund 600 tätige Heileurythmisten zusammengeschlossen haben. Er gewährleistet unter anderem eine Qualitätssicherung durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen seiner Mitglieder.

Weltweit sind ca. 1800 Heileurythmisten tätig, die sich in vielen Ländern ebenfalls zu Berufsverbänden zusammengeschlossen haben.